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Medienkulturwissenschaftliche Perspektiven: Zur Medialitaet von Literatur und ihrem intermedialen Potential

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최초등록일 2025.04.19 최종저작일 2008.06
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Medienkulturwissenschaftliche Perspektiven: Zur Medialitaet von Literatur und ihrem intermedialen Potential
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    서지정보

    · 발행기관 : 한국독어독문학회
    · 수록지 정보 : 독어독문학 / 49권 / 2호 / 45 ~ 68페이지
    · 저자명 : Franziska Schoessler

    초록

    Dass die Literatur seit den 1970er Jahren ihre Funktion als Leitmedium verloren hat, darüber ist sich die Forschung einig. Diagnostiziert wird ein massiver Geltungsverlust der Literatur und des Kanons, der zum einen auf die Diversifizierung der Gesellschaft in Milieus zurückzuführen ist, zum anderen auf die Dominanz audiovisueller Medien, die die Literatur auch in einem ganz unmittelbaren Sinne beeinflusst haben: Seit den 1980er Jahren entsteht eine digitale Literatur, die sich des Internet und seiner hypertextuellen Strukturen bedient. Diese Literatur wurde von der Forschung – zunächst jedenfalls – als konsequente Realisation poststrukturalistischer Prämissen gefeiert und schien das Buch als Printmedium zu verabschieden – eine Prognose, die sich nicht eingelöst hat.
    Der vielfach beklagte Geltungsverlust der Literatur führte in der Literaturwissenschaft zu einem Krisenbewusstsein, dem mit der Pluralisierung theoretischer Ansätze, neuerdings mit (medien-)kulturwissenschaftlichen Entwürfen begegnet wurde. Allerdings verzögerte sich die Öffnung der Literaturwissenschaft für Medienfragen aufgrund von teilweise massiven Vorbehalten, die insbesondere der Beschäftigung mit massenmedialer Populärkultur entgegengebracht wurden. Die Literaturwissenschaft hat lange, allzu lange auf der Exklusivität des literarischen Feldes bestanden; sie artikuliert immer noch eine gewisse Skepsis gegenüber neuen Technologien und hält vielfach an der Suprematie des Wortes als komplexitätsstiftendem Medium fest. 1991 diagnostiziert die Denkschrift Geisteswissenschaften heute: „Die über Jahrzehnte geübte Distanz der Geistes- und Kulturwissenschaften gegenüber den Folgen dieser Technologien für unsere Kultur, z.B. für Bildung und Ausbildung, für das Sozialverhalten, für das System der Künste, für ästhetische Wahrnehmung und geschichtliche Identität, für das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit, scheint erst in den letzten Jahren – wenn auch viel zu zaghaft – abgebaut zu werden.“ Umgekehrt insistieren auch die seit den 1970er Jahren entstehenden Medienwissenschaften auf ihrem genuinen (im Übrigen überaus heterogenen) Profil und verwahren sich gegen Übergriffe aus der Literaturwissenschaft. Im letzten Jahrzehnt allerdings entschärft sich dieser Distinktionskampf etwas, und zwar aufgrund der sich nach und nach durchsetzenden kulturwissenschaftlichen Perspektive. Denn mag Literatur kein Leitmedium für kulturelle Selbstverständigungsprozesse einer Gesellschaft mehr sein, so kann gleichwohl von einer neuen Relevanz narrativer Verfahren gesprochen werden, die die Lektürekompetenzen von Literaturwissenschaftlern wieder ins Spiel bringt. Narrativität hat in diversen kulturwissenschaftlichen Ansätzen dezidiert Konjunktur, in der narrativistischen Schule (Arthur Danto) ebenso wie im New Historicism, der eine Poetik kultureller Prozesse entwickelt, ja es lässt sich geradezu von einem „narrative turn in the humanities“ sprechen. Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Kompetenzen von Literaturwissenschaftlern als einschlägig. Darüber hinaus wird Literatur bereits seit längerem in medialen Kontexten gelesen: Die Analyse von Literaturverfilmungen, die seit den 1970er Jahren attraktiv ist, stellt einen wichtigen Schritt in diese Richtung dar, ebenso der Fokus auf Populärkultur, wie ihn die englischen Cultural Studies entwickelt haben, und die Semiotik, die Filme als Zeichensysteme liest. Zudem kann Literatur als „Reflexions- und Bildraum einer eigentlich kontinuierlichen, verzweigten, immer neu einsetzenden Auseinandersetzung mit den Technologien und Prozessen medialer Wahrnehmung“ begriffen werden. Literatur setzt sich per se mit Wahrnehmung und das heißt auch mit technisch induzierten Veränderungen auseinander, mit sinnlicher Perzeption also, die eng an ihre technologischen Bedingungen und kulturellen Definitionen geknüpft ist.
    Dass Literatur neuerdings in verstärktem Maße innerhalb des Medienverbunds situiert wird, dokumentiert die Attraktivität der Intermedialitätsforschung seit Mitte der 1990er Jahre. Diesem Ansatz geht es nicht um Medienspezifik, nicht um Ablösung und Substitution (beispielsweise der Schrift durch das Bild), sondern um Medienkomparatistik, um die Gleichzeitigkeiten und Interferenzen von Ausdrucksformen. Die monomediale Perspektive wird zu einer intermedialen erweitert; in den Fokus rücken Medienkoppelungen, die Verschaltungen von Medien, denn jedes Einzelmedium definiert seinen Status und seine Ausdrucksformen innerhalb von Medienverbünden, wie einer der ganz frühen Medientheoretiker, nämlich Bertolt Brecht, in seinen luziden Ausführungen zum Dreigroschenprozeß anmerkt: „Die alten Formen der Übermittlung [...] bleiben durch neu auftauchende nicht unverändert und nicht neben ihnen bestehen. Der Filmesehende liest Erzählungen anders. Aber auch der Erzählungen schreibt ist seinerseits ein Filmesehender. Die Technifizierung der literarischen Produktion ist nicht mehr rückgängig zu machen.“ Literatur verändert – so betont der Medienkulturwissenschaftler Siegfried J. Schmidt ebenfalls – ihre Ausdrucks- und Rezeptionsformen, sobald sie in eine neuartig konfigurierte Medienlandschaft eintritt.
    Auch in der Didaktik und Pädagogik wird – diesem Interesse an intermedialen Verhandlungen gemäß – nicht mehr für die Substitution von Medien plädiert, wie noch zu Beginn der 1970er Jahre (TV-Sendungen statt Klassiker), sondern in den Blick rückt das produktive Zusammenspiel diverser Medien. Kennen Schüler und Schülerinnen Stoffe vielfach zunächst von Kassetten und Filmen, bevor sie ihnen in Printmedien begegnen, so kann dieses intermediale Netzwerk für die Lesesozialisation genutzt werden, kann für mediale Differenzen sensibilisieren und im Idealfalle zu einer Wertschätzung des langsamen Lesens führen.
    Im Folgenden sollen fünf Ansätze aus dem weitläufigen Feld der Medienkulturwissenschaften präsentiert werden: die Diskursanalyse, die Anthropologie, die Systemtheorie sowie die Narratologie und die Intermedialitätsforschung. Zur ersten Orientierung könnte folgende Definition von Jörg Schönert vorangestellt werden: Medienkulturwissenschaft ist die „Wissenschaft von Kommunikationen und Sinnkonstitutionen in ihren medialen Bedingungen, das heißt unter Berücksichtigung der materiellen und historischen Voraussetzungen medialer Gestaltung von Kultur.“ Ausgegangen wird mithin von einer prinzipiellen Medienabhängigkeit (Medialität) aller Kommunikation.

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