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덫으로서의 현대 세계와 소설의 양가성(II) - 쿤데라와 카프카 (Moderne Welt als Falle und Ambivalenz des Romans(II) - Kundera und Kafka)

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최초등록일 2025.04.11 최종저작일 2016.02
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덫으로서의 현대 세계와 소설의 양가성(II) - 쿤데라와 카프카
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    서지정보

    · 발행기관 : 한국브레히트학회
    · 수록지 정보 : 브레히트와 현대연극 / 34호 / 185 ~ 203페이지
    · 저자명 : 정용환

    초록

    Der tschechische Autor Milan Kundera hat in einem Interview mit Ian McEwan zugegeben, dass in seiner Definition des Romans als ‘Erforschung des Lebens in der Welt als Falle’ seine Bewunderung für Kafka ausgedrückt sei. In Kunderas Roman Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, in dessen metafiktionalen Reflexionen diese Romandefinition zu finden ist, spielt die Falle-Metapher, die er von Kafka übernommen hat, eine zentrale Rolle. Mit Kafka verbindet Kundera, “the Other K”(Carlos Fuentes) viel mehr als Herkunftsland und Initial: er selbst bekennt sich zum “kritischen Modernismus” Kafkas und will sich als dessen Erbe verstanden wissen.
    In diesem Aufsatz handelt es sich um den 2. Teil meiner Arbeit über Kunderas Kafka-Rezeption. Im ersten Teil ist anhand der ästhetischen Essays von Kundera seine Kafka-Interpretation analysiert. Hier wird deren Bedeutung für Kunderas eigene Romanpraxis untersucht. Darüber hinaus werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Romanpoetik der beiden Autoren herausgearbeitet.
    Kundera zieht aus dem Vergleich von Kafkas Brief an den Vater und seinen literarischen Texten den Schluss, dass in Kafkas Romanen seine persönliche Erfahrung des “‘intimen’ Totalismus in der Familie” auf dem großen Weltleinwand projiziert ist: bei Kafka herrsche sowohl in der Familie als auch in der Welt die willkürliche, undurchschaubare Macht, der der Einzelne total und hilflos ausgeliefert ist. Die gegenseitige Spiegelung von Familie und Gesellschaft, die Kundera bei Kafka feststellt, bildet den Ausgangspunkt für die Geschichte Teresas in Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. In diesem Roman übt Teresas Mutter eine so absoute Macht auf sie, wie Kafkas Vater auf ihn. In ihrer Familiie gibt es keine Privatsphäre, die vor dem Eingriff der Mutter sicher ist. Teresas Suche nach ‘dem Höheren’, der Unverwechselbarkeit, der ‘Seele’ wird von ihrer Mutter, die die undifferenzierte Körperlichkeit des Menschen agressiv zur Schau stellt, brutal verlacht. Für Teresa - und den Autor Kundera - ist solche Ausmerzung der Pirvatsphäre und Uniformierung des Menschen das Hauptkennzeichen des Konzentrationslagers im Totalismus.
    Nach dem Scheitern des Prager Frühlings findet sich Teresa mit derselben Situation im großen Ausmaß konfrontiert. Im Realsozialismus wird die Verletzung der Privatesphäre des Bürgers zum Alltag. Das private Gespräch zwischen den Freunden wird vom Staat abgehört und zum politischen Zweck durch Rundfunk ausgestrahlt. Im vierten Teil des Romans geht Teresa selber in die ‘Falle’, die die Geheimpolizei aufgestellt hat. Nach dem Abschied vom Elternhaus wähnte Teresa sich sicher von der Macht ihrer Mutter. “Das Reich der Mutter erstreckte sich jedoch über die ganze Welt.” Die Welt selbst hat sich zum Konzentrationslager verwandelt.
    Für Kundera ist der Totalismus nicht ein politscher, sondern vor allem “ein anthropologischer Skandal”: im Menschen selbst steckt etwas, was mit dem totalitären Systems korrespondiert. Während Kundera bei Kafka im unbegründeten Schuldgefühl des Protagonisten die anthropologischen Komponente des Totalismus erblickt, ist sie in seinem Roman vor allem die “Sehnsucht nach dem Fall”: der innere Trieb des Menschen zur Entindividualisierung und Entdifferenzierung, den Teresas Mutter verkörpert, von dem aber Teresa selbst vorübergehend ergriffen wird.
    Nach Kundera gehört die Erkenntnisfunktion des Romans mit seiner formalen Innovation untrennbar zusammen. Auf der formalen Ebene läßt sich die Gemeinsamkeit von Kafka und Kundera in der Befreiung vom literarischen Norm des Realismus feststellen. In den Erzählungen der beiden Autoren werden die chronologisch-kausale Erzähllogik des 19. Jahrhunderts gelockert und neue offene Formen geschaffen. Aber auch die offene Form der Moderne braucht eine innere Kohärenz, um nicht durch die Zentrifiguralkraft aus den Fugen zu geraten.
    Bei Kafka verschafft die durchgehende personale Erzählperspektive seinen Romanen eine Einheit: alles wird vom Blickwinkel der Hauptfigur gesehen und gedacht. Der Erzähler versteckt sich hinter ihr und enthält sich jedes definitiven Urteils. Die kafkaeske Ambivalenz von Traum und Wirklichkeit hängt auch mit dieser modernen Erzählperspektive zusammen. Im Text gibt es keine Instanz mehr, von der aus beides zu unterscheiden wäre.
    Kunderas Romane sind polyphon strukturiert. Sie bestehen aus verschiedenen Elementen wie wirklichkeitsnahen Geschichten, surrealen Träumen, historischen Anekdoten, metafiktionalen Reflexionen, essaystischen Ausschweifungen etc.. Was diesen disparaten Linien einen Zusammenhang verschafft und die Einheit der Handlung des traditonellen Romans ersetzt, ist die thematische Einheit.
    Zum Schluss ist als die textstrukturelle Gemeinsamkeit in den Romanen der beiden Autoren semantische Ambivalenz herauszustellen, die nach dem Literaturtheoretik Peter V. Zima das Hauptmerkmal des literarischen Modernismus ausmacht.

    영어초록

    Der tschechische Autor Milan Kundera hat in einem Interview mit Ian McEwan zugegeben, dass in seiner Definition des Romans als ‘Erforschung des Lebens in der Welt als Falle’ seine Bewunderung für Kafka ausgedrückt sei. In Kunderas Roman Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, in dessen metafiktionalen Reflexionen diese Romandefinition zu finden ist, spielt die Falle-Metapher, die er von Kafka übernommen hat, eine zentrale Rolle. Mit Kafka verbindet Kundera, “the Other K”(Carlos Fuentes) viel mehr als Herkunftsland und Initial: er selbst bekennt sich zum “kritischen Modernismus” Kafkas und will sich als dessen Erbe verstanden wissen.
    In diesem Aufsatz handelt es sich um den 2. Teil meiner Arbeit über Kunderas Kafka-Rezeption. Im ersten Teil ist anhand der ästhetischen Essays von Kundera seine Kafka-Interpretation analysiert. Hier wird deren Bedeutung für Kunderas eigene Romanpraxis untersucht. Darüber hinaus werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Romanpoetik der beiden Autoren herausgearbeitet.
    Kundera zieht aus dem Vergleich von Kafkas Brief an den Vater und seinen literarischen Texten den Schluss, dass in Kafkas Romanen seine persönliche Erfahrung des “‘intimen’ Totalismus in der Familie” auf dem großen Weltleinwand projiziert ist: bei Kafka herrsche sowohl in der Familie als auch in der Welt die willkürliche, undurchschaubare Macht, der der Einzelne total und hilflos ausgeliefert ist. Die gegenseitige Spiegelung von Familie und Gesellschaft, die Kundera bei Kafka feststellt, bildet den Ausgangspunkt für die Geschichte Teresas in Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. In diesem Roman übt Teresas Mutter eine so absoute Macht auf sie, wie Kafkas Vater auf ihn. In ihrer Familiie gibt es keine Privatsphäre, die vor dem Eingriff der Mutter sicher ist. Teresas Suche nach ‘dem Höheren’, der Unverwechselbarkeit, der ‘Seele’ wird von ihrer Mutter, die die undifferenzierte Körperlichkeit des Menschen agressiv zur Schau stellt, brutal verlacht. Für Teresa - und den Autor Kundera - ist solche Ausmerzung der Pirvatsphäre und Uniformierung des Menschen das Hauptkennzeichen des Konzentrationslagers im Totalismus.
    Nach dem Scheitern des Prager Frühlings findet sich Teresa mit derselben Situation im großen Ausmaß konfrontiert. Im Realsozialismus wird die Verletzung der Privatesphäre des Bürgers zum Alltag. Das private Gespräch zwischen den Freunden wird vom Staat abgehört und zum politischen Zweck durch Rundfunk ausgestrahlt. Im vierten Teil des Romans geht Teresa selber in die ‘Falle’, die die Geheimpolizei aufgestellt hat. Nach dem Abschied vom Elternhaus wähnte Teresa sich sicher von der Macht ihrer Mutter. “Das Reich der Mutter erstreckte sich jedoch über die ganze Welt.” Die Welt selbst hat sich zum Konzentrationslager verwandelt.
    Für Kundera ist der Totalismus nicht ein politscher, sondern vor allem “ein anthropologischer Skandal”: im Menschen selbst steckt etwas, was mit dem totalitären Systems korrespondiert. Während Kundera bei Kafka im unbegründeten Schuldgefühl des Protagonisten die anthropologischen Komponente des Totalismus erblickt, ist sie in seinem Roman vor allem die “Sehnsucht nach dem Fall”: der innere Trieb des Menschen zur Entindividualisierung und Entdifferenzierung, den Teresas Mutter verkörpert, von dem aber Teresa selbst vorübergehend ergriffen wird.
    Nach Kundera gehört die Erkenntnisfunktion des Romans mit seiner formalen Innovation untrennbar zusammen. Auf der formalen Ebene läßt sich die Gemeinsamkeit von Kafka und Kundera in der Befreiung vom literarischen Norm des Realismus feststellen. In den Erzählungen der beiden Autoren werden die chronologisch-kausale Erzähllogik des 19. Jahrhunderts gelockert und neue offene Formen geschaffen. Aber auch die offene Form der Moderne braucht eine innere Kohärenz, um nicht durch die Zentrifiguralkraft aus den Fugen zu geraten.
    Bei Kafka verschafft die durchgehende personale Erzählperspektive seinen Romanen eine Einheit: alles wird vom Blickwinkel der Hauptfigur gesehen und gedacht. Der Erzähler versteckt sich hinter ihr und enthält sich jedes definitiven Urteils. Die kafkaeske Ambivalenz von Traum und Wirklichkeit hängt auch mit dieser modernen Erzählperspektive zusammen. Im Text gibt es keine Instanz mehr, von der aus beides zu unterscheiden wäre.
    Kunderas Romane sind polyphon strukturiert. Sie bestehen aus verschiedenen Elementen wie wirklichkeitsnahen Geschichten, surrealen Träumen, historischen Anekdoten, metafiktionalen Reflexionen, essaystischen Ausschweifungen etc.. Was diesen disparaten Linien einen Zusammenhang verschafft und die Einheit der Handlung des traditonellen Romans ersetzt, ist die thematische Einheit.
    Zum Schluss ist als die textstrukturelle Gemeinsamkeit in den Romanen der beiden Autoren semantische Ambivalenz herauszustellen, die nach dem Literaturtheoretik Peter V. Zima das Hauptmerkmal des literarischen Modernismus ausmacht.

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