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역사적 과정의 패러다임: 클라이스트의 「O. 후작부인」과 무질의 「통카」 (Paradigmen geschichtlicher Prozesse: Kleists Die Marquise von O... und Musils Tonka)

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최초등록일 2025.07.12 최종저작일 2008.12
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역사적 과정의 패러다임: 클라이스트의 「O. 후작부인」과 무질의 「통카」
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    서지정보

    · 발행기관 : 한국카프카학회
    · 수록지 정보 : 카프카 연구 / 20호 / 33 ~ 54페이지
    · 저자명 : 김래현

    초록

    In den beiden Novellen, Kleists Die Marquise von O… und Musils Tonka, die in einer Spanne von ca. hundert Jahren entstanden sind, steht eine Begebenheit im Mittelpunkt, die nicht nur die Betroffenen in der Geschichte, sondern auch die Leser stutzig macht. Bei der Novelle Kleists stellt die Titelheldin, die seit dem Tod ihres Gatten mit den beiden Kindern bei ihren Eltern lebt, eines Tages ‘den unbegreiflichen Zustand’ einer Schwangerschaft an sich fest, für die sie keine Erklärung findet. Die Titelheldin in Tonka die unverheiratet mit einem jungen Chemiker zusammenlebt, wird eines Tages schwanger. Zudem tritt bei ihr eine Krankheit auf, die nur von dem Vater des Kindes direkt oder durch das Kind selbst in ihr Blut getragen worden sein könnte. Tonka wisse aber nicht, ‘wie es gekommen ist’.
    Ein wesentlicher Unterschied zwischen Tonka und Die Marquise von O... besteht zunächst darin, daß der Leser sich bei der Erzählung Kleists von vornherein davon überzeugen kann, daß es sich tatsächlich um “eine unwissentliche Empfängnis” handelt, während die Unwissensheit Tonkas in einer abrupten Weise als eine Behauptung ihrerseits hingestellt wird.
    Tonka versucht nicht, sich zu rechtfertigen, während die Marquise bei Kleist aus eigener Initiative mit Erfolg ihre Unschuld beweist. Tonka schweigt in einer radikalen Weise. Auf das Drängen ihres Freundes hin gibt sie immer nur die eine Antwort: “Schick mich fort, wenn du mir nicht glauben willst.” Ihr beteuertes Nicht-Wissen schließt natürlich nicht aus, daß das Kind und die Krankheit von einem Fremden stammen. Andererseits heißt dies allerdings noch lange nicht, daß Tonka untreu war. Selbt der Erzähler bei Musil, der sich, anders als in Die Marquise von O..., nicht mehr als Allwissender ausgibt, sympathisiert mit dem Schweigen Tonkas und läßt alles in der Schwebe: Der Erzähler gibt zwar zu bedenken, daß das Schweigen Tonkas gewiß “ein Mißbrauch ihrer Schutzlosigkeit” sein kann, zieht aber zugleich in Erwägung, daß es ebenso gewiß auch “die allerwahrste Antwort” sein kann. Unter dieser Voraussetzung kann Tonkas Schweigen weder als ein Geständnis noch als Verheimlichung des Tatbestandes ausgelegt werden. So bricht die Novelle im Grunde ohne die abschließende Aussage des Erzählers ab; der Konflikt zwischen Tonka und ihrem Freund wird nicht aufgelöst, und Tonka und ihr Freund kommen zu keiner Versöhnung.
    Kleists Novelle Die Marquise von O..., die von einer “unerhörten” Begebenheit ausgeht und mit einer vernünftigen Aufklärung abschließt, kann offensichtlich als ein Exempel der Novelle des beginnenden 19. Jahrhundert angesehen werden; eine ‘unerhörte’ Begebenheit wird aufgeklärt, und die stittliche Ornung wird aufrechterhalten, dadurch, daß der Konflikt zwischen dem Individuum und der Gesellschaft aufgelöst wird. Von dieser Sicht aus ist die Tonka-Novelle grundverschieden von der Novelle Kleists. Bei Musil wird auf die vernünftige Aufklärung der rätselhaften Begebenheit und die Auflösung des Konflikts von vornherein nicht abgezielt. Das läßt sich wohl auf Musils Auffassung von Wirklichkeit zurückführen, die Ulrichs erkenntniskritischer Einstellung gegenüber der Welt zu entnehmen ist: “kein Ding, kein Ich, keine Form, kein Grundsatz sind sicher[…]”. Die Welt hat für Musil, und somit auch für seinen Erzähler sowie für seine Hauptfigur keinen gesicherten, festen Punkt mehr, der bei Kleist suggeriert wird und der Gesellschaft einen Halt liefert.
    Die Gattung Novelle als eine der ‘sittlichen Kunsterscheinungen’, wie sie von Goethe genannt wurde, hat sich offenbar in der Zeitspanne zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert einem Wandel unterzogen. Der sich hier vollzogende Wandel ist, um in Anlehnung an B. v. Wiese zu sprechen, “nicht nur ein ästhetisches, sondern zugleich ein geschichtliches Problem, da er aufs engste mit den Entwicklungsprozessen der modernen Gesellschaft zusammenhängt”. Genau in dem Sinne, dass sich die Entwicklungsprozesse der modernen Gesellschaft und die Auffassungen von der Welt in den Novellen von Kleist und Musil niederschlagen, können Die Marquise von O... und Tonka gewissermaßen als Paradigmen geschichtlicher Prozesse genommen werden.

    영어초록

    In den beiden Novellen, Kleists Die Marquise von O… und Musils Tonka, die in einer Spanne von ca. hundert Jahren entstanden sind, steht eine Begebenheit im Mittelpunkt, die nicht nur die Betroffenen in der Geschichte, sondern auch die Leser stutzig macht. Bei der Novelle Kleists stellt die Titelheldin, die seit dem Tod ihres Gatten mit den beiden Kindern bei ihren Eltern lebt, eines Tages ‘den unbegreiflichen Zustand’ einer Schwangerschaft an sich fest, für die sie keine Erklärung findet. Die Titelheldin in Tonka die unverheiratet mit einem jungen Chemiker zusammenlebt, wird eines Tages schwanger. Zudem tritt bei ihr eine Krankheit auf, die nur von dem Vater des Kindes direkt oder durch das Kind selbst in ihr Blut getragen worden sein könnte. Tonka wisse aber nicht, ‘wie es gekommen ist’.
    Ein wesentlicher Unterschied zwischen Tonka und Die Marquise von O... besteht zunächst darin, daß der Leser sich bei der Erzählung Kleists von vornherein davon überzeugen kann, daß es sich tatsächlich um “eine unwissentliche Empfängnis” handelt, während die Unwissensheit Tonkas in einer abrupten Weise als eine Behauptung ihrerseits hingestellt wird.
    Tonka versucht nicht, sich zu rechtfertigen, während die Marquise bei Kleist aus eigener Initiative mit Erfolg ihre Unschuld beweist. Tonka schweigt in einer radikalen Weise. Auf das Drängen ihres Freundes hin gibt sie immer nur die eine Antwort: “Schick mich fort, wenn du mir nicht glauben willst.” Ihr beteuertes Nicht-Wissen schließt natürlich nicht aus, daß das Kind und die Krankheit von einem Fremden stammen. Andererseits heißt dies allerdings noch lange nicht, daß Tonka untreu war. Selbt der Erzähler bei Musil, der sich, anders als in Die Marquise von O..., nicht mehr als Allwissender ausgibt, sympathisiert mit dem Schweigen Tonkas und läßt alles in der Schwebe: Der Erzähler gibt zwar zu bedenken, daß das Schweigen Tonkas gewiß “ein Mißbrauch ihrer Schutzlosigkeit” sein kann, zieht aber zugleich in Erwägung, daß es ebenso gewiß auch “die allerwahrste Antwort” sein kann. Unter dieser Voraussetzung kann Tonkas Schweigen weder als ein Geständnis noch als Verheimlichung des Tatbestandes ausgelegt werden. So bricht die Novelle im Grunde ohne die abschließende Aussage des Erzählers ab; der Konflikt zwischen Tonka und ihrem Freund wird nicht aufgelöst, und Tonka und ihr Freund kommen zu keiner Versöhnung.
    Kleists Novelle Die Marquise von O..., die von einer “unerhörten” Begebenheit ausgeht und mit einer vernünftigen Aufklärung abschließt, kann offensichtlich als ein Exempel der Novelle des beginnenden 19. Jahrhundert angesehen werden; eine ‘unerhörte’ Begebenheit wird aufgeklärt, und die stittliche Ornung wird aufrechterhalten, dadurch, daß der Konflikt zwischen dem Individuum und der Gesellschaft aufgelöst wird. Von dieser Sicht aus ist die Tonka-Novelle grundverschieden von der Novelle Kleists. Bei Musil wird auf die vernünftige Aufklärung der rätselhaften Begebenheit und die Auflösung des Konflikts von vornherein nicht abgezielt. Das läßt sich wohl auf Musils Auffassung von Wirklichkeit zurückführen, die Ulrichs erkenntniskritischer Einstellung gegenüber der Welt zu entnehmen ist: “kein Ding, kein Ich, keine Form, kein Grundsatz sind sicher[…]”. Die Welt hat für Musil, und somit auch für seinen Erzähler sowie für seine Hauptfigur keinen gesicherten, festen Punkt mehr, der bei Kleist suggeriert wird und der Gesellschaft einen Halt liefert.
    Die Gattung Novelle als eine der ‘sittlichen Kunsterscheinungen’, wie sie von Goethe genannt wurde, hat sich offenbar in der Zeitspanne zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert einem Wandel unterzogen. Der sich hier vollzogende Wandel ist, um in Anlehnung an B. v. Wiese zu sprechen, “nicht nur ein ästhetisches, sondern zugleich ein geschichtliches Problem, da er aufs engste mit den Entwicklungsprozessen der modernen Gesellschaft zusammenhängt”. Genau in dem Sinne, dass sich die Entwicklungsprozesse der modernen Gesellschaft und die Auffassungen von der Welt in den Novellen von Kleist und Musil niederschlagen, können Die Marquise von O... und Tonka gewissermaßen als Paradigmen geschichtlicher Prozesse genommen werden.

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