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저항과 절대적 자유의 상징 안티고네 (II) - 브레히트와 아누이의『안티고네』를 중심으로 (Antigone als Symbol des Widerstandes und der absoluten Freiheit (II) - am Beispiel der『Antigone』von Brecht und Anouilh)

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최초등록일 2025.03.19 최종저작일 2008.06
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저항과 절대적 자유의 상징 안티고네 (II) - 브레히트와 아누이의『안티고네』를 중심으로
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    서지정보

    · 발행기관 : 한국독일어문학회
    · 수록지 정보 : 독일언어문학 / 40호 / 143 ~ 167페이지
    · 저자명 : 김희열

    초록

    Bertolt Brecht und Jean Anouilh lebten in einem extrem turbulenten Zeitraum innerhalb Europas in den 1930er und 1940er Jahren, und erfuhren als Zeitgenossen selbst die Konflikte zwischen Staat und Individuum, zwischen Staatsordnung und Menschenrecht, zwischen Staatspolitik und Humanismusanspruch. Diese Erlebnisse sowie die darauffolgenden gesellschaftlichen, kulturellen Phänomene veranlassten den grossen deutschen Dramatiker Brecht und den beliebten französischen Autor Anouilh, ausgehend von der『Antigone』von Sophokles, aber auch aus eigener geschichtlicher Perspektive, eine völlig neue eigene『Antigone』zu schaffen. Ihre Protagonistin ist als Symbol des Widerstands sowie der absoluten Freiheit in der Moderne immer noch gültig.
    Brecht beschäftigte sich im November 1947 mit der Bearbeitung der Tragödie des Sophokles nach der Übertragung von Hölderlin für die Bühne, nachdem er aus langjährigem Exil in den USA nach Europa zurückgekehrt war. Sein Stück nannte er『Antigone des Sophokles』und es kam am 15. Februar 1948 in der schweizerischen kleinen Stadt Chur zur Uraufführung. Die Erstaufführung in Deutschland fand 1951 in Greiz in der ehemaligen DDR statt. Bei der Bearbeitung berücksichtigte Brecht zwei Perspektiven: Einerseits führt Kreon einen grausamen Raubkrieg gegen Argos herbei, um von seiner ‘Mißwirtschaft in Theben’ abzulenken. Das weist auf die Parallele zu dem Dritten Reich und dem fehlgeschlagenen Angriff von Hitler auf Europa hin. Andererseits gibt es ganz unterschiedliche Weltanschauungen zwischen der Antike und der Moderne: Das Schicksal des Menschen in der Antike ist von den Göttern vorherbestimmt und er kann sich nicht individuell befreien. Dagegen ist das Schicksal des modernen Menschen nur vom Menschen selber bestimmt.
    Brecht fügt einen eigenen kurzen Prolog hinzu und gestaltet die Handlung der antiken Tragödie in einigen Punkten ins Gegenteil um, um den politischen Zusammenhang der erzählten Wirklichkeit in seinem Stück mit der Kriegs- situation des Nationalsozialismus zu verkoppeln und auf diese Weise die Analogie von Kreon und Hitler, Argos und Stalingrad zu verdeutlichen:
    1. Bei Brecht wird Theben nicht von Argos angegriffen, sondern Kreon, der König von Theben, führt ‘einen Raubkrieg gegen das ferne Argos’ herbei, damit er die Erzgruben in Argos in Besitz nehmen kann.
    2. Etheokles als Verteidiger und Polyneikes als Angreifer töten sich - im Gegensatz zu Sophokles - nicht im Kampf gegeneinander, sondern beide Brüder stehen auf der Seite Thebens, und Kreon tötet Polyneikes als Feigling, der nach dem Tod seines Bruders aus der Schlacht mit Argos entflieht.
    3. Theben erringt bei Brecht den Sieg im Krieg nicht, sondern wird vom Feind besiegt. Und Theben geht zusammen mit seinem Tyrannen Kreon unter.
    4. Die Antigone von Brecht ist nicht der Prototyp der ewigen Humanität der Antigone von Sophokles, welche Widerstand leistet aus Bruderliebe und göttlichem Gesetz, sondern sie ist die Figur des Widerstands, die gegen die Tyrannei des totalitären Herrschers protestiert. Aus dieser Sicht wird Brechts Antigone politischer als die Antigone des Sophokles. Außerdem gestaltet Brecht den Tiresias vom göttlichen Seher um in einen guten Beobachter. Er verzichtet auf die Figur der Königin Eurydike und erfindet stattdessen eine neue Figur, nämlich den Megareus, den ältesten Sohn von Kreon. Abgesehen von dieser dichterischen Freiheit behält Brecht wichtige Motive der Sophokleischen Tragödie bei.
    Anouilh hatte mit seinem Stück『Antigone』, das am 4. Februar 1944 im von den Nazis besetzten Paris uraufgeführt wurde, einen großen Erfolg. Als er aber die Reaktionen auf die Aufführung seines Stücks sehr zwiespältig fand, äußerte er, dass er『Antigone』lieber nicht geschrieben hätte. Er selbst lehnte jedoch eine politische und zeitabhängige Interpretation beispielsweise entweder als ein Resistance-Stück oder als ein Kollaborationsdrama ab. Im Vergleich mit Sophokles und Brecht fehlen bei der Antigone-Bearbeitung von Anouilh der Chor und der Seher. Stattdessen wird ein epischer Erzähler eingeführt, der als Kommentator und Mitspieler agiert.
    Anouilh gestaltet im Gegenteil zu Brecht, welcher Antigone als Symbol des Widerstands verkörpert, im existenziellen Sinne eine Figur, die die absolute Freiheit verlangt, den Tod in freier Selbstbestimmung zu wählen, weil sie keinen Lebenssinn in der absurden Welt findet. Im Zentrum des Stücks steht der Konflikt zwischen Kreon und Antigone und beide zeigen kontroverse Einstellungen zum Leben und Glücklichsein. Kreon will als ein praktischer Herrscher die Weltordnung vernünftiger machen, die Ordnung im Leben herstellen, die Absurdität verringern und den Menschen ein kleines Glück gestatten. Als Gegenbild zu den bisherigen Kreon-Figuren ist er weder ein egoistischer noch machthungriger Herrscher. Im Kontrast zu ihm ist aber Antigone einerseits als widerspenstiges Mädchen vom Ideal eines sinnvollen Daseins und von absoluter Reinheit beseelt, wie sie es als Kind erlebt hat, andererseits will sie als kompromißlose Idealistin lieber sterben, als in einer absurden Welt zu leben. Kreon unternimmt alle mögliche Versuche, Antigone vor dem Tod zu retten, es ist aber umsonst. Denn die Todessehnsucht, die stärker ist als die Appelle zum Leben, wohnt ihr inne. Für Antigone ist Polyneikos nur ein Vorwand. Sie selbst gibt zwar zu, dass es absurd ist, einer Leiche wegen zu sterben, aber sie beharrt auf ihrem Entschluss. So wird sie auch zur Figur, deren Handeln in eine Absurdität mündet.
    Kreons Familienmitglieder sowie Antigone nehmen sich das Leben, um sich aus der unvernünftigen Welt zu flüchten und eine absolute Freiheit sowie ewige Reinheit im Jenseits zu erringen. Nur Kreon als realistischer Politiker bleibt allein in einem Leben absoluter Einsamkeit. Im Stück von Anouilh werden damit alle Figuren sowie auch Kreon, unschuldige und damit tragische Opfer ihres Lebens, welches sich in einer absurden Welt erfüllt.

    영어초록

    Bertolt Brecht und Jean Anouilh lebten in einem extrem turbulenten Zeitraum innerhalb Europas in den 1930er und 1940er Jahren, und erfuhren als Zeitgenossen selbst die Konflikte zwischen Staat und Individuum, zwischen Staatsordnung und Menschenrecht, zwischen Staatspolitik und Humanismusanspruch. Diese Erlebnisse sowie die darauffolgenden gesellschaftlichen, kulturellen Phänomene veranlassten den grossen deutschen Dramatiker Brecht und den beliebten französischen Autor Anouilh, ausgehend von der『Antigone』von Sophokles, aber auch aus eigener geschichtlicher Perspektive, eine völlig neue eigene『Antigone』zu schaffen. Ihre Protagonistin ist als Symbol des Widerstands sowie der absoluten Freiheit in der Moderne immer noch gültig.
    Brecht beschäftigte sich im November 1947 mit der Bearbeitung der Tragödie des Sophokles nach der Übertragung von Hölderlin für die Bühne, nachdem er aus langjährigem Exil in den USA nach Europa zurückgekehrt war. Sein Stück nannte er『Antigone des Sophokles』und es kam am 15. Februar 1948 in der schweizerischen kleinen Stadt Chur zur Uraufführung. Die Erstaufführung in Deutschland fand 1951 in Greiz in der ehemaligen DDR statt. Bei der Bearbeitung berücksichtigte Brecht zwei Perspektiven: Einerseits führt Kreon einen grausamen Raubkrieg gegen Argos herbei, um von seiner ‘Mißwirtschaft in Theben’ abzulenken. Das weist auf die Parallele zu dem Dritten Reich und dem fehlgeschlagenen Angriff von Hitler auf Europa hin. Andererseits gibt es ganz unterschiedliche Weltanschauungen zwischen der Antike und der Moderne: Das Schicksal des Menschen in der Antike ist von den Göttern vorherbestimmt und er kann sich nicht individuell befreien. Dagegen ist das Schicksal des modernen Menschen nur vom Menschen selber bestimmt.
    Brecht fügt einen eigenen kurzen Prolog hinzu und gestaltet die Handlung der antiken Tragödie in einigen Punkten ins Gegenteil um, um den politischen Zusammenhang der erzählten Wirklichkeit in seinem Stück mit der Kriegs- situation des Nationalsozialismus zu verkoppeln und auf diese Weise die Analogie von Kreon und Hitler, Argos und Stalingrad zu verdeutlichen:
    1. Bei Brecht wird Theben nicht von Argos angegriffen, sondern Kreon, der König von Theben, führt ‘einen Raubkrieg gegen das ferne Argos’ herbei, damit er die Erzgruben in Argos in Besitz nehmen kann.
    2. Etheokles als Verteidiger und Polyneikes als Angreifer töten sich - im Gegensatz zu Sophokles - nicht im Kampf gegeneinander, sondern beide Brüder stehen auf der Seite Thebens, und Kreon tötet Polyneikes als Feigling, der nach dem Tod seines Bruders aus der Schlacht mit Argos entflieht.
    3. Theben erringt bei Brecht den Sieg im Krieg nicht, sondern wird vom Feind besiegt. Und Theben geht zusammen mit seinem Tyrannen Kreon unter.
    4. Die Antigone von Brecht ist nicht der Prototyp der ewigen Humanität der Antigone von Sophokles, welche Widerstand leistet aus Bruderliebe und göttlichem Gesetz, sondern sie ist die Figur des Widerstands, die gegen die Tyrannei des totalitären Herrschers protestiert. Aus dieser Sicht wird Brechts Antigone politischer als die Antigone des Sophokles. Außerdem gestaltet Brecht den Tiresias vom göttlichen Seher um in einen guten Beobachter. Er verzichtet auf die Figur der Königin Eurydike und erfindet stattdessen eine neue Figur, nämlich den Megareus, den ältesten Sohn von Kreon. Abgesehen von dieser dichterischen Freiheit behält Brecht wichtige Motive der Sophokleischen Tragödie bei.
    Anouilh hatte mit seinem Stück『Antigone』, das am 4. Februar 1944 im von den Nazis besetzten Paris uraufgeführt wurde, einen großen Erfolg. Als er aber die Reaktionen auf die Aufführung seines Stücks sehr zwiespältig fand, äußerte er, dass er『Antigone』lieber nicht geschrieben hätte. Er selbst lehnte jedoch eine politische und zeitabhängige Interpretation beispielsweise entweder als ein Resistance-Stück oder als ein Kollaborationsdrama ab. Im Vergleich mit Sophokles und Brecht fehlen bei der Antigone-Bearbeitung von Anouilh der Chor und der Seher. Stattdessen wird ein epischer Erzähler eingeführt, der als Kommentator und Mitspieler agiert.
    Anouilh gestaltet im Gegenteil zu Brecht, welcher Antigone als Symbol des Widerstands verkörpert, im existenziellen Sinne eine Figur, die die absolute Freiheit verlangt, den Tod in freier Selbstbestimmung zu wählen, weil sie keinen Lebenssinn in der absurden Welt findet. Im Zentrum des Stücks steht der Konflikt zwischen Kreon und Antigone und beide zeigen kontroverse Einstellungen zum Leben und Glücklichsein. Kreon will als ein praktischer Herrscher die Weltordnung vernünftiger machen, die Ordnung im Leben herstellen, die Absurdität verringern und den Menschen ein kleines Glück gestatten. Als Gegenbild zu den bisherigen Kreon-Figuren ist er weder ein egoistischer noch machthungriger Herrscher. Im Kontrast zu ihm ist aber Antigone einerseits als widerspenstiges Mädchen vom Ideal eines sinnvollen Daseins und von absoluter Reinheit beseelt, wie sie es als Kind erlebt hat, andererseits will sie als kompromißlose Idealistin lieber sterben, als in einer absurden Welt zu leben. Kreon unternimmt alle mögliche Versuche, Antigone vor dem Tod zu retten, es ist aber umsonst. Denn die Todessehnsucht, die stärker ist als die Appelle zum Leben, wohnt ihr inne. Für Antigone ist Polyneikos nur ein Vorwand. Sie selbst gibt zwar zu, dass es absurd ist, einer Leiche wegen zu sterben, aber sie beharrt auf ihrem Entschluss. So wird sie auch zur Figur, deren Handeln in eine Absurdität mündet.
    Kreons Familienmitglieder sowie Antigone nehmen sich das Leben, um sich aus der unvernünftigen Welt zu flüchten und eine absolute Freiheit sowie ewige Reinheit im Jenseits zu erringen. Nur Kreon als realistischer Politiker bleibt allein in einem Leben absoluter Einsamkeit. Im Stück von Anouilh werden damit alle Figuren sowie auch Kreon, unschuldige und damit tragische Opfer ihres Lebens, welches sich in einer absurden Welt erfüllt.

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