헤테로토피아의 미학 -독일어권의 전시예술 박물관 축제 연구-

저작시기 2014.01 |등록일 2015.04.24 파일확장자어도비 PDF (pdf) | 33페이지 | 가격 6,800원
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서지정보

발행기관 : 서울대학교 독일어문화권연구소(구 서울대학교 독일학연구소) 수록지정보 : 독일어문화권연구 / 23권
저자명 : 인성기 ( Seong Ki In )

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영어 초록

Die vorliegende Studie untersucht aus Sicht des raumtheoretischen Begriffs ‘Heterotopie’ Raumproduktionsformen der deutschen Museumsfeste “Die lange Nacht der Museen”, insbesondere in Relation zu derer urbaner Umgebung. Der Studie geht eine ausfuhrliche Darstellung des schwer erfassbaren Begriffs ‘Heterotopie’ voraus. Nach Ansicht des franzosischen Philosophen Michel Foucault hat die historische Aufklarung mit Wissen und Macht in einem weiten Bereich des menschlichen Lebens einen homogenisierten, fragmentierten und hierarchisierten Raum gerformt. In dem Raum glaubt man, dass die hegemoniale Ordnung der Dinge gewisse transzendentale innere Ordnung des Menschen widerspiegelt. Foucault, der der alltaglichen Ordnung als Isotopie kritisch gegenubersteht und sie fur eine historisch und sozial bedingte Struktur halt, sucht uberall nach Ausnahmeorten als “Draußen” der Ordnung, das sie neutralisieren, unterbrechen oder umkehren kann. Er nennt die derartigen Raume Heterotopien, die wohl zur Kritik an Autoritarismus und Repression der hegemonialen Ordnung dienen konnen. Auch andere Sozialphilosophen wie Henri Lefebvre, Michel de Certeau und Edward W. Soja haben uber das urbane Leben aus Perspektive der Heterotopie nachgedacht. Bei ihnen wird der urbane Raum selbst als eine große Hetertopie verstanden, die stets im Wandel ist. Nach Lefebvres Dialektik geschieht die Raumproduktion in drei Dimensionen. Die erste bezeichnet er als “raumliche Praktiken”. Der Ausgangspunkt der Tatigkeit ist die materielle Dimension des Raums, die sinnlich wahrgenommen werden kann wie die Infrastruktur im Sinne von Karl Marx. Die zweite Dimension der Raumproduktion ist der intellektuell “konzipierte Raum”. Der gedachte und erdachte Raum zeigt sich in den sprachlichen Beschreibungen und bildlichen Darstellungen des materiellen Raumes, etwa in Karten, Planen, wissenschaftlichen Definitionen etc. Die letzte Dimension ist die der subjektiven bzw. kollektiven Sinngebung. Sie ist fur die Erfahrung, das Erleben von Raumen entscheidend. Raume werden mit einem Lebensgefuhl oder einer politischen Vision belegt. Sie existieren sowohl als sich selbst als auch bezeichnen etwas außerhalb ihrer selbst. Die drei Dimensionen stehen untereinander in einem dialektischen Verhaltnis. Certeau versteht unter dem Begriff der Heterotopie eine Dialektik zwischen strukturbildenden und destrukturierenden Vorgangen des alltaglichen Lebens in der Stadt. Der urbane Raum wird namlich einerseits von Stadtplanern zum “konzipierten Raum” strukturiert, aber andererseits gleichzeitig von den Bewohnern als Benutzer des Raums hin zu “erfahrenen Raumen” destrukturiert. Schließlich montiert Soja aus Lefebvres Trialektik und Foucaults Konzept der Heterotopie ein heuristisches Konzept namens “Thirdspacing” zusammen, um den komplexen Raumproduktionsvorgang in den postmodernen Stadten zu erklaren. Er behauptet namlich, dass im urbanen Raum eine Trialektik von “Raumlichkeit” - “Historizitat” - “Gesellschaft” herrscht. Man musse mit dem Modell der Trialektik ein neues Denken und Handeln im Alltag entwickeln; diese offene Einstellung nennt er “Thirdspacing\". Auf der Basis der vorgestellten Konzepte der Heterotopie werden dann in der vorliegenden Studie die Museumsfeste von Berlin, Frankfurt am Main und Ruhrgebiet dargestellt. Das Ergebnis zeigt, dass die Feste jeweils eigene “Raumlichkeit” - “Historizitat” - “Gesellschaft” im Sinne Sojas als komplexe Heterotopie entwickeln und somit “Thirdspacing” gefordert wird.

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