프란쯔 그릴파프쩌의 『형제불화』 - 인식과 행동의 이율배반?

저작시기 1994.01 |등록일 2003.07.10 | 최종수정일 2016.07.16 파일확장자어도비 PDF (pdf) | 28페이지 | 가격 6,300원
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서지정보

발행기관 : 한국독어독문학회 수록지정보 : 독일문학 / 52권
저자명 : 박종미 ( Jong Mi Park )

영어 초록

Kaiser Rudolf II. tritt gnmdsa¨tzlich als eine nichthandeln Figur auf. In der Zeit, die er wildverworren nennt, beha¨lt er diese passive Grundposition bis zu seinem Tod. Er ha¨tte genie die neue Zeit geba¨ndigt, jedoch findet er sie zu ma¨chtig. Und er ist davon u¨berzeugt, daß im Grunde nur derjenige handeln ko¨nne, der die verha¨ngnisvollen Folgen seiner Tat entweder nicht einsieht oder nicht fu¨rchtet. Daru¨ber hinaus glaubt er, sein Nichthandeln sei ein weises Zo¨gern, weil es die notwendige hemmende Funktion babe. Die Welt aber foniert von ihm sta¨ndig ein entscheidendes Handeln. Hieraus bildet sich die These der $quot;Antinomie von Erkennen und Handeln$quot;. Nach dem bedeutenden Grillparzer-Interpret G. Baumann heißt es: $quot;dem Ta¨tigen fehlt die Einsicht, welche der Tatenlose besitzt, den die Erkenntnis zur Unta¨tigkeit fu¨hrt.$quot; Wer aber garantiert, daß die Haltung des Kaisers wirklich aus Einsicht ist? Bei der Erkenntnisfrage handelt es sich um eine Wahrheit, eine objektiv richtige. Die althergebrachte Welt, die der Kaiser mit seiner ehrfuchtsvollen Haltung bewahren mo¨chte, soll eine Welt der strengen Ordnung sein. Diese gibt es jedoch nur in seiner Vorstellung, nicht in der realm, menschlichen Geschichtswelt. Und die angeblich gottgegebene, unvera¨nderliche Hierarchie ist von unserer Sicht aus gesehen nur eine willkurliche. So ist die $quot;wildverworrene$quot; neue Zeit im Drama gerade von der problematischen alten geboren. Der Wechsel von Zeiten unterliegt außerdem der Dynamik der Geschichte. Die mittelalterliche katholische Welt ist auch als eine geschichtliche Phase entstanden. Dies alles sieht der Kaiser nicht ein. Sein vollig negatives Urteil u¨ber die gegenwa¨rtige handelnde Welt hat keinen objektiven Wahrheitscharakter. Eine Rechtfertigung oder eine Einstellung darf nicht mit einer Einsicht verwechselt werden. Wo dann von einer Einsicht nicht getrost gesprochen werden kann, bewa¨hrt sich such schwerlich die These der Antinomie von Erkennen und Handeln.
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