언어의 위기와 형이상학의 종말 - 크라우스의 문화비판과 극작품 『 인류 최후의 날들 』

등록일 2003.07.10 | 최종수정일 2016.07.18 어도비 PDF (pdf) | 24페이지 | 가격 5,900원

서지정보

발행기관 : 한국독어독문학회 수록지정보 : 독일문학 / 75권
저자명 : 채연숙(Yon Suk Chae)

영어 초록

Die Forschung u¨ber Karl Kraus and vor allem u¨ber seine Werke ist immer noch sehr beschra¨nkt, and dies nicht nur in der koreanischen Germanistik. sondern auch im deutschsprachigen Raum. Ein Grund, weshalb er im Vergleich mit den Arbeiten seiner Zeitgenossen wie Hofmannsthal, Schnitzler u. a. sogar in der o¨sterreichischen Germanistik vernachla¨ssigt wird, liegt darin, dass sich Kraus mit exzentrischen Kunstmitteln bescha¨ftigte: Satire and Kulturkritik. Als Kulturkritiker and auch als Moralist versucht Kraus vor allem, seine kulturkritische Position and die Wahrheit ex negativo zum Ausdruck zu bringen. Mit den Satiren artikuliert er seine Einstellung zum kommenden Untergang der Menschheit, and zwar im Modus der Beerdigung der Metaphysik. Auf die Erfahrungen des Sprachverfalls durch den Journalismus and die Verfa¨lschungen der Presse reagierte er mit seiner scharfen Sprachkritik. Er sieht ein, daß die Entwicklung der damaligen Sprache weder aufzuhalten, noch ruckga¨ngig zu machen ist, daß sie durch die Wissenschaften in die Spezialisierung and aus der Aufkla¨rung in die instrumentelle Verfu¨gbarkeit u¨ber Menschen getrieben wird and daher nicht mehr Ausdruck der Menschenseele ist. Aus dieser Einsicht heraus versucht er der Sprache neue Flexibilita¨t zu verleihen. Seine zentrale Absicht mit diesem Engagement war die Emanzipation durch Sprache. Mit dieser Einstellung schreibt Kraus in seinem Theaterstu¨ck Die letzten Tage der Menschheit seine eigenen Gedanken nieder. Darin versucht er, nicht nur, die Verku¨mmerung der erlebten zur gebrauchten Sprache zu kritisieren, sondern auch zu beka¨mpfen. Die in dieser Arbeit eingehend untersuchten Darstellungen Bind nur die Fetzen von Bildern der untergehenden habsburgischen Monarchie im Ersten Weltkrieg. Vom Sar~,jewo-Attentat bis zum milita¨rischen Zusammenbruch werden u¨ber 220 Szenen dargestellt. Die Handlungen zeigen Vielheit and Dispersion, wodurch die Zusammenha¨nge aber verdeckt werden. Sie geben solcher atektonischen Dramenstruktur den Charakter des Unabgerundeten. Das Geschehen setzt unvermittelt ein, and es bricht unvermittelt ab. Die Geschehnisse sind innerhalb dieser Scheingrenzen nicht kontinuierlich schlu¨ssig, sondern punktuell interruptiv, nicht einer Entwicklung folgend, sondern Gleichwertiges reihend. Kraus kritisierte mit dieser dramatischen Form die Zeit, indem er die kritische Situation bloß darstellt, aber nicht direkt interpretiert. Dieser Struktur entspricht es, dass er sich anstrengt, ku¨nstlerische Autonomie der Sprache herzustellen, ohne ihrem mitteilenden Aspekt Gewalt anzutun. Und ferner entspricht sie seinem Gedanken, loss die metaphysische Welt der Habsburgischen Tradition verfallen ist. Diese Absicht wird in Form des Integrationspunktes angedeutet, daß die Menschheit beinahe vor der Tu¨r des Unterganges steht and nicht mehr davon loslassen wird. Die Kraus-Auslegung wird erst dadurch sinnvoll, loss man ihn nicht b1oß aus dem erkenntnistheoretisch-a¨sthetischen Versta¨ndnis, sondern aus dem kulturell-semiotischen Erlebnis zu erschließen sucht.
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