바로크 시대의 삶과 자연관 : 안드레아스 그뤼피우스의 시 「 아침 소네트 」

저작시기 1999.01 |등록일 2003.07.10 | 최종수정일 2016.07.17 어도비 PDF (pdf) | 29페이지 | 가격 6,400원

서지정보

발행기관 : 한국독어독문학회 수록지정보 : 독일문학 / 70권
저자명 : 이정준 (Jeong Jun Lee)

영어 초록

Ein wichtiges Thema der gegenwa¨rtigen deutschen Literatur ist das der Entfremdung des Menschen von der Natur. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, einen Aspekt dieser Problematik auch in der Literatur des Barock aufzuzeigen, also rund dreihundert Jahre, bevor Naturwissenschaft, Technik und Industrialisierung begannen, dieses Thema erneut zu aktualisie ren. Die These der Entfremdung des Menschen von der Natur ist an hund eines einzigen Gedichtes, wie es im Titel dieses Aufsatzes steht, nur schwer zu exemplifizieren. Doch wenn man Form und Inhalt dieses Gedichtes genau analysiert, ihr gedankliches und religio¨ses Substrat aufdeckt und u¨berdies auch noch einige undere Gedichte heranzieht, so ist das Untersuchungsziel vielleicht erreichbar. Andrews Gryphius (1618-1648), der wa¨hrend des Dreißigtja¨hrigen Krieges seine Eltern und nach dem Krieg vier seiner sieben Kinder verlor, war ein großer Dichter, dem es gelang, seine Innerlichkeit in seine Dichtungen zu projizieren. Die vorliegende Arbeit analysiert sein beispielhaftes Gedicht 『Morgen Sonnet』, untersucht die Zusammenha¨nge mit seiner Zeit und gelangt so zu Aussagen u¨ber die Naturanschauung der Barockzeit. Das gesamte Gedicht ist streng symmetrisch in zwei Ha¨lften unterteilt: in der ersten Ha¨lfte erschaut das Lyrische Ich die Natur und gibt sie wieder. in der zweiten Halfte wird das Angeschaute nach innen gewendet. - Das Gedicht hat gleichsam zwei Ebenen: eine darstellende im ersten und eine deutende im zweiten Teil. Dies entspricht dem patristischen Gedanken, dem gema¨ß die Betrachtung der Natur einem Lesen im Buch der Natur gleichkommt. Die Philosophen des Altertums und die Kirchenva¨ter stellten, dualistisch denkend, der Unvollkommenheit der Dingwelt die Vollkommenheit einer hinter ihr stehenden underen Welt entgegen. In dieser gedanklichen Tradition stehend, suchte man in der Barockzeit hinter der sichtbaren Welt eine unsichtbare gottliche Welt zu erblicken. So heißt es bei Martin Opitz: $quot;Die Poeterey ist anfangs nichts unders gewesen als eine verborgene Theologie / vnd vnterricht von Go¨ttlichen sachen.$quot; A. Gryphius gibt der aufgehenden Sonne in der Morgenszene dadurch Bedeutung, daß er sie ais Erleuchtung Gottes und Reinigung der Seele deutet. Der Dualita¨t von Natur und der hinter ihr stehenden Go¨ttlichkeit entspricht der Bau und der Zweck des $quot;Emblems$quot;. Aufgabe des Emblems war es. Literatur und bildende Kunst zusammenzuschließen. Sein Zweck lag darin, verdeckte Zusammenhange zwischen $quot;Natu¨rlichkeit$quot; und tugendhafter Lebensfu¨hrung zur Anschauung zu bringen. Sowohl in der Barockzeit als auch in der Literatur seit dem 18. Jahrhundert findet man den Gedanken der Entfremdung von der Natur. Im 17. Jahrhundert steht er jedoch in ganz underen gesellschaftlichen und geistigen Zusammenha¨ngen als im 18. und 19. lahrhundert. Das 17. Jahrhundert empfund die Entfremdung aufgrund eines Ohnmachtsgefu¨hls gegenu¨ber der Natur. Aber eine Versohnung erschien mo¨glich, denn hinter der anschaulichen Welt der Natur verbarg sick Gott als Scho¨pfer des Menschen und der Natur. Indem der Mensch die Natur betrachtet, beleuchtet er sein Inneres durch den go¨ttlichen Geist, der durch sie hindurchscheint.
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