Rolf Hochhuth 의 역사와 정치에 대한 견해 - Der Stellvertreter 를 중심으로 -

저작시기 1982.01 |등록일 2003.07.10 | 최종수정일 2016.07.16 어도비 PDF (pdf) | 19페이지 | 가격 5,400원

서지정보

발행기관 : 한국독어독문학회 수록지정보 : 독일문학 / 27권
저자명 : 양도원 (Do Won Yang)

영어 초록

Die $quot;Dokumentarstucke$quot; in den 50er und 60er Jahren befaßten sich vor ahem mit der Vergangenheitsbewa¨ltigung. Dea Vergangenheitsbewa¨lti-gungsversuch leisteten einige deutsche Schriftsteller und Dramatiker, indem sie $quot;das Geschehene$quot; zeitlich und ra¨umlich genau darstellen, nicht aber in verschlu¨sselter Form oder in einer verschobenen Zeitepoche, wie zum Beispiel in $quot;Andorra$quot; von M. Frisch, das gerade in dieser Zeit zur Geltung kam, oder in den Brechtschen Dramen. Rolf Hochhuths erstes Drama $quot;Der Stellvertreter$quot; unterscheidet sick von underen Dramen, weil Hochhuth sich nicht an Deutsche und die Nazis wendet, sondern an die Christen, die Katholiken. Die Resonanz,. die Hochhuth nach der Urauffu¨hrung in Berlin weltweit fund, fu¨hrt man darauf zuru¨ck, daß die Deutschen Dramatiker bzw. Schriftsteller nicht an den $quot;Tabus$quot; beruhrten, und daß Rolf Hochhuth in dem Drama nicht in verschlu¨sselter Form schreibt, sondern direkt an die Sache geht. Man sagt, daß $quot;Der Stellvertreter$quot; auch ein episches Theater sei, aber es ist nicht richtig, obwohl das Stu¨ck a¨hnliche Zu¨ge wie Brecht-Stucke aufweist, wie zum Beispiel Versform, genaue Regieanweisung und Verfremdungsversuche. Die erste Szene, in der man anfanglich eine plo¨tzliche Exposition sieht, a¨hnelt der vom Schillerschen $quot;Don Carlos$quot;. Gerstein ist vergleichbar mit Marquis von Posa. Es geho¨rt zum Genie Hochhuths, daß er die Figuren, na¨mlich Christen, Nazis und Juden so schick gestaltet und beschreibt, wie die Figuren siclx gemeinsam und einzeln mit dem ihnen zugedachten Schicksal auseinundersetzen. Die Hoffnung. Riccardo Fontanas und des Zuschauers fa¨llt erst im IV. Akt zusammen, weil der Papst schweigt, und im V. Akt noch einmal, veil Riccardo stirbt. Pater Riccardo hat na¨mlich $quot;Ma¨rtyrernatur$quot;. Kein Wunder, daß Hochhuth Riccardo und Gerstein sterben la¨ßt. Nach seiner U¨berzeugung Boll das Theater $quot;heutige Welt$quot; darstellen, weil das Theater diese Funktion haben muß. Man braucht keinen $quot;dramatischen$quot; Menschen auf der Bu¨hne, sondern einen Menschen mit $quot;Verantwortung$quot;. Hochhuth verlangt hartna¨ckig die Verantwortung des einzelen Menschen. Auf die Frage, ob er Revolutiona¨r wa¨re, antwortet er, daß er keine Revolution im traditionellen Sinne wu¨nscht, sondern eine Revolution, die von einzelnen durchgefu¨rt werden muß. Aber entscheidend fu¨r Hochhuth ist, dieses wieder zu versuchen und nicht zu schweigen, wie K. Jaspers es in seinem Essay kundgetan hat.
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