하인리히 뵐의 유토피아의 가능성

저작시기 1996.01 |등록일 2003.07.10 | 최종수정일 2016.07.16 어도비 PDF (pdf) | 21페이지 | 가격 5,600원

서지정보

발행기관 : 한국독어독문학회 수록지정보 : 독일문학 / 60권
저자명 : 서용좌 ( Yong Jua Suh )

영어 초록

Der vorliegende Aufsatz handelt vcnn utopischen Denken im Werk Heinrich Bo ¨lls. Ch. Linder und H. Herlyn haben am Ende der 70er Jahre als erste den utopischen Charakter der Bo¨llschen Werke erkannt und beschrieben. Da insbesondere Herlyns Meinune unkritisch wiedergegeben wurde, soil dieses Thema hier erneut aufgegriffen und erweitert werden. Zuna¨chst Boll der Begriff $quot;Utopie$quot; bzw. $quot;utopisch$quot; definiert werden, sowohl wo¨rtlich als auch funktionell im zeitgeno¨ssischen Kontext. Dabei sollen Utopia von Th. Morus, Das Prinzip Hoffnug von Bloch, Trlebstruktur und Gesellschaft und Der eindimensionale Mensch von Marcuse beru¨cksichtigt werden. $quot;Utopie$quot; heißt dem Wortsinn nach Nirgendwo. Bei Bloch wird sie $quot;postulativ gedacht fu ¨r das Wo, in dem sich die Menschen wirklich befinden$quot; (Bloch). Utopie arbeite, so Bloch. als ein Teil der Kraft, sich zu verwundern und das Gegebene wenig selbstversta ¨ndlich zu finden. Da die utopischen Mo¨glichkeiten die bestehenden geschichtlich-gesellschhaftlichen Gegebenheiten negativ refiektieren, besteht ihr Wesen nach Marcuse in ihrer historisch-pragmatischen Opposition. Nach diesen allgemeinen Erwa ¨gungen werden im dritten Teil dieser Arbeit die Tra ¨ume vom besseren Leben in den Bo ¨llschen Figuren behandelt. Die Bundesrepublik Deutschland ist fu ¨r Bo ¨ll eine $quot;ausgewogene Gesellschaft, in der es keine Konflikte mehr gibt, in der jeder recht hat und logischerweise jeder unrecht$quot;. Demgegenu ¨ber erfindet er z. B. das Bietenhahn-Idyll im Haus ohne Hu ¨ter und gibt zu bedenken, daß in Irland, $quot;in einem bewohnbaren Land$quot; die Armut $quot;keine Schande$quot; ist. Bo¨ll 1a¨ßt die Figuren im Realita¨tsleben meistens anpassungsunfa¨hig unter dem Leistungsdruck ihrer Zeitgenossen leiden. Sie wirken einerseits hoffnungslos, andererseits sind sie ein Keim der Befreiung, und zwar deshalb, weil sie die Perso¨nlichkeit besitzen, die fu¨r eine Revolutionierung der bestehenden Verha¨ltnisse notwendig ist. Sie nehmen zwangsla¨ufig Zu¨ge von Außenseitern an. Sie wirken nicht selten paranoisch, landen in einer psychiatrischen Anstalt, veru¨ben Selbtmord, oder si´e weigern sich, am ho¨heren Geschmack teilzunehmen, z. B. Beethoven zu ho¨ren. Fazit: Die Figuren, die die Bo¨llschen Werke bevo¨lkern, ignorieren einfach das Wertesystem, das ihnen die Technologic der Herrschenden aufzwingen mo¨chte, und rufen das $quot;durch Organisation des Lust-Ich in ein Realita¨ts-Ich entthronte Lustprinzip$quot; (Marcuse) wieder hervor und lehnen sich schließ1ich ohne Absicht gegen eine Kultur auf, deren Fortschritt Herrschaft und Mu¨hsal verewigt. In diesem Sinne sind die Figuren Bo¨lls vielfach Verko¨rperunaen utopischer Funktionen. Diese $quot;Utopie des nicht entfremdeten Alltags$quot; (Vogt) umfaßt alle Hoffnung auf und alle Tra ¨ume vom besseren Leben.
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