초기계몽주의 시학 : 자연모방론과 기지의 원칙

저작시기 1991.01 |등록일 2003.07.10 | 최종수정일 2016.07.16 어도비 PDF (pdf) | 20페이지 | 가격 5,500원

서지정보

발행기관 : 한국독어독문학회 수록지정보 : 독일문학 / 47권
저자명 : 임정택 ( Jeong Taeg Lim )

영어 초록

Die Problematik von ’Nachahmung‘ und ’Schopfung‘, die eine der wesentlichsten Folien der Dichtungsgeschichte ausmacht, la¨ßt sich in der Poetik der deutschen Fru¨haufkla¨rung an der literarischen Debatte zwischen Gottsched und den Schweizern Bodmer und Breitinger am pra¨gnantesten veranschaulichen. Ihre Auseinandersetzung mit dem Imitationsprinzip zeigt, wie die Fiktionalita¨t der Dichtung im Zeitalter des Rationalismus und im Zusammenhang mit der Funktion der Literatur zu begru¨nden ist. Gottsched geht vom Prinzip ”Ars imitatur naturam“ aus. Er findet die von Gott geschaffene Natur an sich scho¨n, vollkommen und vernu¨nftig, weil in ihr Ordnung, Harmonie und Maß herrscht. Um die Scho¨nheit hervorzubringen, muß die Kunst der Natur nachahmen, nicht die Natur. Die Natur fungiert also als ein regulatives Prinzip, als Vorbild und Muster der Kunst u¨berhaupt. Dieser Naturnachahmung liegt der Witz zugrunde, der eine seelische Kraft ist, die A¨hnlichkeiten zwischen Dingen zu entdecken. Das Verha¨ltnis zwischen Natur und Nachgeahmten ist durch die A¨hnlichkeit ausgepra¨gt, deren Erkennung durch den Witz fu¨r die literarische Kommunikation grundlegend ist. Nach Gottsched hat die Dichtung Belehrung und Belustigung zu ihrem Hauptzweck. Dementsprechend wird die Literatur als Verbindung von Wahrem und Falschem definiert, d. h. als die Einkleidung der Wahrheit in eine fiktive Begebenheit. Das Falsche als das eigentliche Spielfeld der Fiktionalita¨t ist eine Begebenheit, die in der Wirklichkeit nicht vorkommt. Um dieses Falsche zu begru¨nden, entlehnt Gottsched die Kategorie des Mo¨glichen aus der Wolffischen Philosophie. Durch den Einbezug des Mo¨glichen in die poetische Nachahmung wird die Wahrscheinlichkeit zu einem ”hypothetischen“ Begriff, durch den das Falache bestimmt wird. Mit der Forderung, daß die Dichtung den Leser in Verwunderung setzen soll, wird das Wunderbare zentral. Das Wunderbare muß aber auch gewissen Regeln folgen, die auf Natur und Vernnnft gegru¨ndet sind, damit es nicht la¨cherlich wird. Gottsched konnte das Wunderbare mit der Einbildungskraft nicht zusammenbringen, weil er den rationalistischen Begriffen wie Vernunft und Natur verpflichtet geblieben war und das Wunderbare an die Wahrscheinlichkeit eingebunden verstanden hat. Die Schweizer Bodmer und Breitinger gehen von der gleichen Voraussetzungen wie Naturnachahmung, Verknu¨pfung von Unterricht und Belustigung sowie einer Poetik des Mo¨glichen aus. Sie unterstreichen jedoch entschiedener als Gottsched die Wirkungsfunktion der Poesie. Daher wird das Wunderbare als Wirkungsfaktor zur vo¨lligen Geltung gebracht. Das Wunderbare als ho¨chste Stufe des Neuen ist nicht dem Wahren entgegengesetzt, sondern dem Wahrscheinlichen. Das Wahre und das Wahrscheinliche rind verschieden, weil die poetische Nachahmung das unter gewissen Umsta¨nden Mo¨gliche einbezieht. Die Wahrscheinlichkeit der Poesie wird nicht mehr mit den Gesetzen der Wirklichkeit bemessen. Daraus zieht Breitirger eine wichtige Konsequenz : die Scheidung von Wahrem des Verstandes und von Wahrem der Einbildung. Das Wunderbare ist aber transparent, weil der Leser die lurch das Wunderbare in die durchsichtige Maske verkleidete Wahrheit lurch die Wahrnehmung der A¨hnlichkeit zwischen Natur und Nachgeahmten erkennen kann. Das Wunderbare, in dem noch die A¨hnlichkeit gefunden werden kann und die Wahrheit im Schein des Falschen erkannt werden kann, ist nur reduzierbare Verfremdung des Wahrscheinlichen zugunsten des poetischen Vergnu¨gens. Das Wunderbare ist also keine qualitative Idealisierung der Wirklichkeit. Das kann nur außerhalb der Empirie eine Kennzeichnung der poetischen Autonomie sein. Die Schweizer Poetik ist aber insofern zukunftsweisend, ala sie die Wahrscheinlichkeit des Wunderbaren durchweg auf der Ebene der Einbildungakraft begru¨ndet sahen und dadurch zur Emanzipation der Wahrscheinlichkeit von Vernunft einen Beitrag geleistet haben.
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